Balz- und Paarungsverhalten

 

In der Natur beginnt die Fortpflanzungszeit Anfang März und endet Ende September. Zum Fortpflanzungsverhalten gehören das einleitende Balzritual und die Kopulation. Dafür ist die ansteigende Temperatur nach der Winterruhe ein wichtiger Faktor.

Die Werbung beginnt mit dem Finden eines Geschlechtspartners. Dabei erkennt ein männlicher Gecko am Verhalten der anderen Geckos, ob es ein Männchen oder Weibchen ist. Das Weibchen bleibt normalerweise passiv. Das Männchen geht sofort zum Balzverhalten über. Dabei reagieren die Weibchen je nach dem wie sie gezeitigt wurden unterschiedlich. Weibchen die bei hoher Temperatur gezeitigt wurden verhalten sich wesentlich aggressiver als Weibchen die bei niedriger Temperatur gezeitigt wurden.

Da Leopardgecko Männchen zwei Begattungsorgane (Hemipenes) haben, können sie das Weibchen von beiden Seiten begatten.

Es gibt kein standardiserstes Balzverhalten. Aber häufig ist zu sehen, dass das Weibchen ablehnend auf das Werben des Männchen reagiert und versucht zu flüchten. Das Männchen verfolgt das Weibchen und es kommt zur Kopulation. Das Männchen fixiert das Weibchen mit einem „Paarungsbiss“ im Nacken. Dabei kann es auch zu leichten Verletzungen kommen. Es sieht meistens schlimmer aus als es ist. Aber man sollte die Verletzung ein paar Tage beobachten, um eine mögliche Infektion auszuschließen.

Geckos paaren sich das ganze Jahr über, außer in der kühlsten Jahreszeit. Trennt man die Geschlechter für eine längere Zeit, kommt es meisten danach zur sofortigen Kopulation.  Wenn man eine Gruppe mit mehreren Weibchen hält, kopuliert das Männchen, nacheinander alle Weibchen. Geckos paaren sich mehrmals hintereinander. Nach der Eiablage findet immer bald eine neue Paarung statt. Da Weibchen zur Spermaspeiccherung befähigt sind, reicht oft eine Paarung aus um mehrere befruchtete Gelege abzusetzen.